Vorwort

Die Coop-Gruppe auf Wachstumskurs

Coop kann auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2016 zurückblicken. Dies, obwohl wir auch 2016 im Schweizer Detailhandel die Folgewirkungen der Aufhebung des Euro-Mindestkurses spürten. Die Stimmung bei den Konsumentinnen und Konsumenten blieb angespannt und der Einkaufstourismus verharrte auf hohem Niveau.

Die Coop-Gruppe erzielte mit den Geschäftsbereichen Detailhandel und Grosshandel / Produktion einen Gesamtumsatz von 28,3 Milliarden Franken, was einem beachtlichen Umsatzwachstum von 5,2% entspricht. Der Nachhaltigkeitsumsatz der Coop-Gruppe wuchs um 8,8% auf 3,9 Milliarden Franken.

Im Detailhandel betrug der Nettoerlös 17,2 Milliarden Franken und lag damit auf Vorjahresniveau. Coop konnte ihren Marktanteil in allen Bereichen halten beziehungsweise ausbauen und die Kundenfrequenz in den Supermärkten um 2,6% deutlich steigern.

2016 brachte Coop insbesondere im Detailhandel viele Innovationen hervor. Wir überraschten mit neuen Schnellverpflegungskonzepten wie Zopf & Zöpfli und Marché Express und bauten Coop to go aus. Per Anfang Januar 2017 übernahmen wir zudem die schweizerische Aperto-Gruppe, die eine starke Stellung an Bahnhofslagen hat. Mit der Übernahme der Standorte können wir unsere Position im Convenience-Markt weiter stärken. Innovativ und mit viel Marktstimmung und Frische präsentiert sich unser neues Ladenkonzept für den Supermarkt der Zukunft. Ende des Jahres haben wir die beiden ersten Läden im neuen Design eröffnet, bis Ende 2017 werden es bereits rund 45 sein. Mit der Inbetriebnahme der neuen Verteilzentrale in Schafisheim haben wir 2016 das grösste Bauvorhaben der Coop-Geschichte abgeschlossen und ökologische Massstäbe gesetzt. Einen weiteren Meilenstein in Sachen Nachhaltigkeit erreichten wir mit der Eröffnung der ersten öffentlichen Wasserstofftankstelle der Schweiz im November.

Das zweite Standbein der Coop-Gruppe, der Geschäftsbereich Grosshandel / Produktion, entwickelte sich 2016 besonders erfreulich. Hier stieg der Nettoerlös um 15,4% auf 12,2 Milliarden Franken. Hervorzuheben ist die Transgourmet-Gruppe, die um 14,5% zulegte und ihre Position als zweitgrösstes Unternehmen im europäischen Abhol- und Belieferungsgrosshandel weiter ausbaute.

Für Transgourmet standen 2016 die gruppenweite Einführung einer Nachhaltigkeits-Eigenmarke sowie die Expansion nach Österreich im Zentrum. Mit der Übernahme des Marktführers in der Gastronomie-Versorgung fassten wir in einem neuen Land Fuss und trieben unsere Strategie massgeblich voran.

Auch die Bell-Gruppe, einer der führenden Fleisch- und Convenience-Verarbeiter in Europa, baute 2016 ihre Kompetenzen durch Akquisitionen weiter aus. Im Bereich Produktion wesentlich waren auch der Bau des neuen Swissmill-Getreidespeichers sowie die Inbetriebnahme der neuen Grossbäckerei und Konditorei in Schafisheim.

Wir haben 2016 massiv in den Ausbau unserer Online-Kompetenz investiert und konsequent auf die Verbindung des stationären mit dem Online-Handel gesetzt. Gruppenweit betrug der Nettoerlös im Online-Handel 1,4 Milliarden Franken und wuchs damit um 14,6%.

Die Digitalisierung bietet viele neue Chancen und fordert uns und unsere Mitarbeitenden in besonderem Masse. Wir werden in Zukunft seltener auf Bekanntes setzen und stattdessen mehr in innovative und zukunftsträchtige Formate und Konzepte investieren. Mit unseren rund 85 000 engagierten Mitarbeitenden sind wir dafür bestens gerüstet. Ihnen gilt unser besonderer Dank.

 

Hansueli Loosli
Präsident des Verwaltungsrates
Joos Sutter
Vorsitzender der Geschäftsleitung